Lebensgefährlich!

An der Ortsgrenze zwischen Norderstedt und Henstedt-Rhen leben viele Fußgänger und Radfahrer extrem gefährlich! Im speziellen Fall geht es um die Kreuzung zwischen der Schleswig-Holstein-Straße und dem Gräflingsberg auf der Ulzburger und dem Gräflingsweg auf der Norderstedter Seite. Ganz unten habe ich eine Google-Map der fraglichen Kreuzung eingebaut.

Kreuzung von meinem Standpunkt aus gesehen.
So habe ich es erlebt.

In der letzten Oktoberwoche diesen Jahres musste ich selbst miterleben, wie schnell an diesem Überweg ein lebensgefährlicher Unfall passieren kann: Ich wollte mich mit meinem Hund gerade auf den Weg in den jenseits der Schleswig-Holstein-Straße beginnenden Wald machen, als ich an der Schranke am Ende unseres Gräflingsbergs noch eine Person mit Hund warten sah (siehe Fotomontage rechts). Der Übergang dort wird von Fußgängern und Radfahrern genutzt.

Um Stress zwischen meinem und dem Hund des wartenden Fußgängers zu vermeiden, wartete ich etwa 20 Meter vor der Schranke. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens an diesem Tag bewegten sich die aus Richtung Hamburg (auf dem Foto von links) kommenden Fahrzeuge nur im Schritttempo. Meist gestatten wohlmeinende Fahrer uns Fußgängern dann irgendwann (wenn kein Verkehr aus der anderen Richtung kommt) das Queren der Straße.

Dies schien mir auch an diesem Tag der Fall, denn ich bemerkte, wie der Fußgänger an der Schranke mit seinem Hund zu einem Sprint startete, weil er offensichtlich ein entsprechndes Zeichen aus einem links stehenden Auto erhalten hatte.

Und genau da geschah es!

Von rechts näherte sich ein Fahrzeug, welches wohl weder der zeichengebende Fahrer noch der Fußgänger – ihm zumindest versperrte ein rechts stehender LKW die Sicht – bemerkt hatten. Das Geräusch, das beim Aufprall des Fußgängers auf die Kühlerhaube entstand, werde ich wohl so schnell nicht aus meinem Gedächtnis löschen können. Ich sah, wie der Fußgänger nach links geschleudert wurde und hinter den links der Schranke wachsenden Bäumen verschwand. Mein erster Eindruck war, dass keiner einen solchen Aufprall unverletzt und/oder lebend überstehen hätte können. Und mein zweiter Gedanke folgte unmittelbar darauf:

Drei Minuten früher hätte es mich selbst erwischen können.

Die NAW-Ausfahrt im Hintergrund.
Die NAW-Ausfahrt im Hintergrund.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Ich selbst konnte leider an diesem Tag keine Hilfe rufen, denn wir waren seit 5 Tagen am Rhen von jeglicher Kommunikation abgeschnitten (kein Telefon, kein TV und kein Internet) und außerdem funktioniert mein Handy wegen eines Funklochs hier nur sehr sporadisch. Da genügend andere Fahrer den Unfall jedoch aus viel größerer Nähe beobachtet haben mussten, verließ ich mich darauf, dass einer von ihnen einen Notruf absetzte. Nur 120 Meter weiter ist die Ausfahrt des in der Paracelsus-Klinik stationierten Notarztwagens, der, wie ich mithören konnte, schon ein paar Minuten später eintraf.

Später erfuhr ich dann von einer Nachbarin, die ich beim nächtlichen Gassigang mit meinem Hund traf, dass alle Schutzengel des Himmels sich um das Unfallopfer gekümmert hatten. Es war ihr jüngster Sohn, der lediglich mit einer Hüftprellung und einer leichten Gehirnerschütterung zur Beobachtung auf der Intensivstation der Paracelsus-Klinik lag.

Das war also gerade nochmal gut gegangen. Ob beim nächsten Mal allerdings wieder Schutzengel zur Stelle wären, wage ich zu bezweifeln. Ich bin andererseits aber überzeugt, dass man diesen lebensgefählichen Überweg mit geringen Mitteln sicherer machen kann.

Ein Zebrastreifen

Dabei denke ich keineswegs an eine Brücke, einen Fußgängertunnel oder gar eine Ampelanlage. Schon eine Reduzierung der Geschwindigkeit von bisher erlaubten 80 auf 60 km/h in Verbindung mit einem Zebrastreifen (wie auf dem Foto oben) und/oder einem Hinweisschild auf Fußgänger könnte die Gefahr bestimmt veringern. Auch ein stationärer Blitzer, wie an anderer Stelle der Schleswig-Holstein-Straße erfolgreich installiert, würde ein zusätzliches Maß an Sicherheit bringen.

Zu erreichen wäre das möglicherweise, wenn viele betroffene Bürger gemeinsam in die gleiche Kerbe hauten und ihren/unseren Politikern eine entsprechende Aufgabe zur Lösung vorlegten. Sollten Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sich berufen fühlen, gemeinsam den verantwortlichen Stellen ein wenig Schwung zu verleihen, dann schreiben Sie mir unter michael.mette@graeflingsberg.de oder schreiben Sie einen Kommentar in das Formular weiter unten.. Ich werde, wenn genügend Mitbürger an solch einer Aktion teilnehmen, für die Weiterleitung unserer Wünsche sorgen.