Lärmschutzwall scheinbar gescheitert

Den folgenden Kommentar unserer Nachbarin B. Delfs zu einem älteren Artikel dieses Weblogs möchte ich hier wegen der in ihm steckenden Brisanz noch einmal ganz besonders hervorheben:

Projekt Lärmschutzwall scheinbar gescheitert
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Wie allen bekannt sein dürfte, hatte sich die Gemeinde nach jahrelangem Drängen für den Lärmschutzwall entschieden. Der Bau sollte nach Zustimmung der Eigentümer der an der Schleswig-Holstein-Straße liegenden Häuser beginnen. Wie mir die Gemeinde heute morgen auf Nachfrage schriftlich mitgeteilt hat, wurde das Projekt nun auf Eis gelegt bzw. gilt als nicht durchführbar, da sich ein einzelner Anwohner gegen den Bau sperrt, so die Aussage der Gemeinde.
Da dies sicher für alle Anwohner von Interesse ist, stelle ich diese Information hier ein. VG B. Delfs

Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass lediglich die Bürokratie den Bau verzögert hat – nun scheint ein anderer Grund verantwortlich zu sein. Da davon mehrere Anwohner unmittelbar betroffen sind, wäre es schön, wenn man erfahren würde, wer keinen Lärmschutzwall haben möchte. Sollte jemand da mehr wissen, wäre ich für eine Info unter michael.mette@graeflingsberg.de sehr dankbar. Auch über weitere Kommentare zu diesem Thema würde nicht nur ich mich freuen.

So jedenfalls habe ich mir Minderheitenschutz in unserer Demokratie nicht unbedingt vorgestellt. Vielleicht könnte ich mehr Verständnis dafür aufbringen, wenn mehr über die Gründe für diese (vermutete) Weigerung bekannt wäre.